Die Braun'sche Röhre wurde nach dem deutschen Nobelpreisträger Karl Ferdinand Braun benannt. Sie wird auch Kathodenstrahlröhre oder Elektronenkanone genannt. Die erste Version der Braun'schen Röhre wurde 1897 in Straßburg entwickelt. Im Jahr 1899 wurde sie so weit entwickelt, dass sie für Spannungsmessgeräte (Oszilloskop) verwendet werden konnte.
In einer Braun'schen Röhre werden Elektronen durch eine Heizspannung zunächst aus einem Heizwendel herausgelöst und durch von einer anliegenden Beschleunigungsspannung durch ein Längsfeld in Richtung zweier Kondensatoren beschleunigt. Im Anschluss werden diese von einem negativ geladenen Wehneltzylinder zu einem Strahl fokussiert. Die Kondensatoren werden vom Elektronenstrahl nacheinander durchlaufen. Sie sind dabei um 90° zueinander gedreht. Durch die elektrischen Querfelder in den Kondensatoren wird jedes Elektron des Strahls parabelförmig abgelenkt. Den Elektronenstrahl kann man als roten Strahl sehen. Nach dem Durchlaufen der Kondensatoren bewegen sich die Elektronen in einer konstanten Bewegung zu einem Leuchtschirm, auf welchem ein sichtbarer, grüner Auftreffpunkt zu erkennen ist.
Vom ersten Fernseher 1930 bis zu den frühen 2000er Jahre wurde dieses Prinzip auf der Welt milliardenfach für jegliche Bildschirme (z.B. Fernseher, Computermonitore) verwendet.